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Bericht 2006

Bavaria Extrem (vom Veranstalter)

ein Bericht aus dem Führungsfahrzeug

Sie fuhren wie Maschinen immer Richtung Süden mit dem nötigen Rückenwind im Nacken

Samstag Morgen 8:00 Uhr der Gejagte Karl-Heinz Kleibrink kann es kaum noch erwarten zu starten. Voller Adrenalin fuhren wir ihn mit seiner Crew dem Otto, Micha und seiner Tochter aus Fulda Richtung Eichenzell. Nach dem Ortsschild haben wir ihm alles Gute gewünscht und auf die Reise geschickt. Kette Rechts und weg war er und nimmer wieder gesehen.

10:00 Uhr die Jägergruppe war bereit! Wie es für eine ExtremVeranstaltung gehört starteten wir aus dem Ehrenhof des Schlosses von Fulda. Nach einer kurzen Verabschiedung durch die Stadt Fulda und einer Interview-Session fuhren wir neutralisiert bis zum Ortsausgangsschild von Fulda.

10:28 Uhr die Uhr läuft und die Gruppe fand sehr schnell zusammen. Wir trauten unseren Augen nicht die Tachonadel zeigt 35 km/h an. 485 Kilometer und 3900 Höhenmeter war das Menü für diesen Tag.

Die ersten 90 km waren sehr selektiv. 7 Berge mit bis zu 18 % Steigung! Na eben nichts für Weicheier!!! Bis es dann über die restlichen Ausläufer über Werneck Richtung Kitzingen am Main entlang ging.

15:00 Uhr Kitzingen war erreicht. Ein Empfang durch den Hofrat Walter Vierrether unserem zweiten Bürgermeister Herrn Böhm und der Weinkönigin Julia I erwartete die Extremen. Gut gespeist mit Radlerbrötchen von der Bäckerei Will ging es weiter am Main entlang Richtung Ochsenfurt. 5 km Anstieg auf der B 13 Richtung Ansbach waren zu bewältigen. Aber kein Problem für die Vier. Sie fuhren und fuhren immer Richtung Ansbach. Noch 20 km bis Schloss Dennenlohe.

18:38 Uhr Ankunft im Gutshof vom Schloss Dennenlohe. Bei dem typischen Radleressen Nudeln mit Tomatensauce wurde wieder Energie für den zweiten Abschnitt getankt. Die Tacho zeigte zu diesem Zeitpunkt 238 Kilometer bei einem Durchschnitt von Achtung! 31 km/h. Respekt und Hut ab....... Um 19:30 Uhr ging es weiter immer Richtung Süden.

21:15 Uhr Mauren bei Harburg war erreicht. So nun galt es “Fertigmachen für die Nacht. Lange Hosen, Lichter, Warnwesten, Stärkung usw. war angesagt und nach ca. 20 Minuten ging es in die Nacht. Nach 500 Metern die ersten Regentropfen, oh weh dachten war jetzt gehts los, aber der Wettergott hatte noch Erbarmen mit uns! .... es blieb nur bei Tropfen!

Öfters haben wir auch mit unserem Gejagten Karl-Heinz telefoniert. Zu diesem Zeitpunkt war er drei Stunden vorraus. Also gleich schnell mit weniger Pausen! Auch er fuhr wie vom Teufel gejagt Richtung Garmisch.

ca. 0:30 Uhr Friedberg bei Augsburg war erreicht. Die Nacht war kalt aber immer noch fast trocken. Die Stimmung gigantisch in der Gruppe und natürlich dementsprechend auch bei uns im Führungsfahrzeug.

Gott Sei Dank hatten wir unser Navigationssystem von GARMIN dabei. Dieses zeigte uns die im Vorfeld programmierte Strecke.

2:00 Uhr Ein Anruf vom Karl-Heinz er hatt das Ziel erreicht. Bei strömendem Regen fuhr er nach 18 Stunden Gesamtzeit in Garmisch ein. Er hat uns Vorgewarnt “Jungs es wird Saukalt und Regnet wie aus Eimern”. Diese Info haben wir unseren Vieren mitgeteilt aber “Unerschrocken” fuhren sie weiter wie gesagt “Es sind Maschinen”.

ca. 3:45 Uhr Schongau ist erreicht. Die Berge rufen, der Regen war nicht mehr so schlimm!

5:00 Uhr Oberammergau ist erreicht. Jetzt waren die Vier nicht mehr zu halten! Andreas startet durch dicht gefolgt von Mik und darauffolgend die Valentin und Stefan.

5:45 Uhr Farchant. Stopp für Alle! Zusammenfinden und gemeinsam fuhren wir um

5:52 Uhr in ZIEL

GARMISCH-PARTENKIRCHEN ist erreicht!!! HURRA

Warm umziehen, Duschen und die Eindrücke revue passieren lassen! Das war angesagt. Man sah es in den Augen alle waren Glücklich und voller Zufriedenheit gingen wir auf die Heimreise.

Ganz persönlich will ich mich bei den Teilnehmern bedanken. Sie waren über die ganze Zeit so pflegeleicht und hatten eine riesen Große Leistung vollbracht. Danke! Weiterhin will ich mich bei allen Helfern und den Sponsoren bedanken. Ohne diese wäre eine solche Veranstaltung gar nicht realisierbar. Ich freue mich wenn wir alle  2007 wieder beim BAVARIA EXTREM zusammen kommen.

Euer Dieter Göpfert

Bericht von der Frau vom Teilnehmer Stefan Neitzert (Rotkäppchen)

Bavaria Extrem: ca. 500 km nonstop
von Fulda nach Garmisch-Partenkirchen

03.06.2006, Heute war es also soweit: Bavaria Extrem, das sind ca. 500 km nonstop von Fulda nach Garmisch-Partenkirchen mit dem Rennrad!

Treffen und Start war am historischen Stadtschloss in Fulda. Insgesamt waren es 4 Teilnehmer: Stefan Neitzert (42, Bad Münstereifel-Neichen), Michi Koch (38, Graz) Andreas Oppermann (47, Konstanz) und Valentin Weilko (28, Fulda). Organisiert wurde dieses Event von Dieter Göpfert, Kitzingen. Dieter wurde im Führungsfahrzeug unterstützt von Thomas Menninger aus Kitzingen, ich fuhr den „Schlusswagen“

Nach Verabschiedung durch den Bürgermeister ging es um ca. 10:15 Uhr los.

Am Start schworen sich die Vier (die sich vorher noch nie gesehen hatten) das sie auf jeden Fall das Ziel in Garmisch-Partenkirchen gemeinsam erreichen wollen. Geplant war ein Schnitt von ca. 28 km/h, alle 50 bis 60 km sollte ein kurzer Verpflegungsstopp eingelegt werden. Laut Veranstalter sollte es ein leicht welliger Beginn der Tour über die Hoch-Rhön sein. Soweit die Theorie.

„Leicht-wellig“ waren dann aber Anstiege von 15 bis 20%! Von Fulda ging es nach Bad Brückenau, dann Hammelburg. Von dort Richtung Schweinfurt. Von da an war es dann wirklich „wellig“ (ähnlich wie im Westerwald).

Nach ca. 140 km kamen wir in Kitzingen am Main an. Da Dieter hier wohnt, wurden wir vom Bürgermeister und der amtierenden Weinkönigin empfangen und entsprechend verpflegt. Keiner dieser Menschen konnte aber so recht glauben, das es noch bis Garmisch-Partenkirchen gehen sollte…Von einem 28ziger-Schnitt war bis dahin allerdings nichts zu sehen, vielmehr war es eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 31 km/h.

Ausreichend gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg. Die weitere Strecke führte uns nach Gollhofen, Ansbach und dann über die Frankenhöhe zum Schloss Dennenlohe. Inzwischen war es Zeit eine ordentliche Mahlzeit zu sich zu nehmen. Auf Schloss Dennenlohe gab dann etwas Warmes: Nudeln satt.

Bis hierin waren es ca. 240 km, Stefan meinte bis dahin war es mindestens ein schwerer Super Cup. Aber: wir mussten ja noch bis in die Alpen.

Das Wetter war bis KM 350 auf unserer Seite: zwar nur 12° C aber immerhin trocken.

Die weitere Strecke führte über Dinkelsbühl, Oettingen Richtung Donauwörth und dann Augsburg. Dieses Teilstück war rückblickend wohl das flachste Stück der Strecke. Mit Anbruch der Dunkelheit begann es dann leicht zu regnen. Damit die Vier die Straße besser sehen konnte, fuhr ich immer etwas versetzt hinterher, so war die Straße ausreichend beleuchtet. Der Regen hörte leider bis zum Ziel in Garmisch-Partenkirchen nicht mehr auf, es regnete Streckenweise immer heftiger und teilweise stand das Wasser auf der Straße.

Von Augsburg ging es Richtung Aichach, Schongau, Peiting, dann in die Berge nach Oberammergau.  Von Ettal Richtung nach Garmisch-Partenkirchen gab es eine ca. 10 km lange Abfahrt, dies im strömenden Regen bei ca. 4° C (!). So im Morgengrauen bei eisiger Kälte war das wohl die schlimmste Abfahrt die Stefan je bewältigt hat.

In Garmisch-Partenkirchen angekommen, waren aber alle glücklich das Ziel gemeinsam in einer Fahrzeit von ca. 16 Stunden, ohne Pannen und Verletzungen erreicht zu haben.

Fazit: Es war zwar etwas kürzer (laut Stefan’s Tacho 490 km) als Trondheim-Oslo, aber angesichts der vielen Höhenmeter (laut Veranstalter ca. 4.000) wesentlich schwieriger zu fahren. Eben das BAVARIA EXTREM! Die Verpflegung war jederzeit ausreichend und vielfältig. Dieter war zu jeder Zeit für jeden da und hat sozusagen „jeden Wunsch von den Lippen abgelesen“. Dieses Event ist für Extrem-Sportler und „Rad-Masochisten“ absolut empfehlenswert und soll übrigens nächstes Jahr im Spätsommer stattfinden.

Im Ziel sagte Stefan: „Nie wieder!“ Aber einen Tag später denkt er schon wieder ganz anders….

Für mich war es auch wieder eine Herausforderung. Denn diese Art von „Mitfahren“ ist doch auch anstrengend und erfordert viel Konzentration. Außerdem habe ich auch bei den extremen Anstiegen „gelitten“, wohl wissend wie weh so mancher Anstieg oder auch so manche Abfahrt tun kann.
 

Aber mir hat es wieder riesig Spaß gemacht…und wer weiß bei welcher Gelegenheit ich das nächste Mal als Begleitung/Betreuer dabei bin…

Andrea Neitzert (Frau und Schlussfahrzeug von Rotkäppchen)

wird unterstützt durch:

 

freitaggmbh