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Bericht von der Frau vom Teilnehmer Stefan Neitzert (Rotkäppchen)
Bavaria Extrem: ca. 500 km nonstop von Fulda nach Garmisch-Partenkirchen
03.06.2006, Heute war es also soweit: Bavaria Extrem, das sind ca. 500 km nonstop von Fulda nach Garmisch-Partenkirchen mit dem Rennrad!
Treffen und Start war am historischen Stadtschloss in Fulda. Insgesamt waren es 4 Teilnehmer: Stefan Neitzert (42, Bad Münstereifel-Neichen), Michi Koch (38, Graz) Andreas Oppermann (47, Konstanz) und Valentin Weilko (28, Fulda). Organisiert wurde dieses Event von Dieter Göpfert, Kitzingen. Dieter wurde im Führungsfahrzeug unterstützt von Thomas Menninger aus Kitzingen, ich fuhr den „Schlusswagen“
Nach Verabschiedung durch den Bürgermeister ging es um ca. 10:15 Uhr los.
Am Start schworen sich die Vier (die sich vorher noch nie gesehen hatten) das sie auf jeden Fall das Ziel in Garmisch-Partenkirchen gemeinsam erreichen wollen. Geplant war ein Schnitt von ca. 28 km/h, alle 50 bis 60 km sollte ein kurzer Verpflegungsstopp eingelegt werden. Laut Veranstalter sollte es ein leicht welliger Beginn der Tour über die Hoch-Rhön sein. Soweit die Theorie.
„Leicht-wellig“ waren dann aber Anstiege von 15 bis 20%! Von Fulda ging es nach Bad Brückenau, dann Hammelburg. Von dort Richtung Schweinfurt. Von da an war es dann wirklich „wellig“ (ähnlich wie im Westerwald).
Nach ca. 140 km kamen wir in Kitzingen am Main an. Da Dieter hier wohnt, wurden wir vom Bürgermeister und der amtierenden Weinkönigin empfangen und entsprechend verpflegt. Keiner dieser Menschen konnte aber so recht glauben, das es noch bis Garmisch-Partenkirchen gehen sollte…Von einem 28ziger-Schnitt war bis dahin allerdings nichts zu sehen, vielmehr war es eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 31 km/h.
Ausreichend gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg. Die weitere Strecke führte uns nach Gollhofen, Ansbach und dann über die Frankenhöhe zum Schloss Dennenlohe. Inzwischen war es Zeit eine ordentliche Mahlzeit zu sich zu nehmen. Auf Schloss Dennenlohe gab dann etwas Warmes: Nudeln satt.
Bis hierin waren es ca. 240 km, Stefan meinte bis dahin war es mindestens ein schwerer Super Cup. Aber: wir mussten ja noch bis in die Alpen.
Das Wetter war bis KM 350 auf unserer Seite: zwar nur 12° C aber immerhin trocken.
Die weitere Strecke führte über Dinkelsbühl, Oettingen Richtung Donauwörth und dann Augsburg. Dieses Teilstück war rückblickend wohl das flachste Stück der Strecke. Mit Anbruch der Dunkelheit begann es dann leicht zu regnen. Damit die Vier die Straße besser sehen konnte, fuhr ich immer etwas versetzt hinterher, so war die Straße ausreichend beleuchtet. Der Regen hörte leider bis zum Ziel in Garmisch-Partenkirchen nicht mehr auf, es regnete Streckenweise immer heftiger und teilweise stand das Wasser auf der Straße.
Von Augsburg ging es Richtung Aichach, Schongau, Peiting, dann in die Berge nach Oberammergau. Von Ettal Richtung nach Garmisch-Partenkirchen gab es eine ca. 10 km lange Abfahrt, dies im strömenden Regen bei ca. 4° C (!). So im Morgengrauen bei eisiger Kälte war das wohl die schlimmste Abfahrt die Stefan je bewältigt hat.
In Garmisch-Partenkirchen angekommen, waren aber alle glücklich das Ziel gemeinsam in einer Fahrzeit von ca. 16 Stunden, ohne Pannen und Verletzungen erreicht zu haben.
Fazit: Es war zwar etwas kürzer (laut Stefan’s Tacho 490 km) als Trondheim-Oslo, aber angesichts der vielen Höhenmeter (laut Veranstalter ca. 4.000) wesentlich schwieriger zu fahren. Eben das BAVARIA EXTREM! Die Verpflegung war jederzeit ausreichend und vielfältig. Dieter war zu jeder Zeit für jeden da und hat sozusagen „jeden Wunsch von den Lippen abgelesen“. Dieses Event ist für Extrem-Sportler und „Rad-Masochisten“ absolut empfehlenswert und soll übrigens nächstes Jahr im Spätsommer stattfinden.
Im Ziel sagte Stefan: „Nie wieder!“ Aber einen Tag später denkt er schon wieder ganz anders….
Für mich war es auch wieder eine Herausforderung. Denn diese Art von „Mitfahren“ ist doch auch anstrengend und erfordert viel Konzentration. Außerdem habe ich auch bei den extremen Anstiegen „gelitten“, wohl wissend wie weh so mancher Anstieg oder auch so manche Abfahrt tun kann.
Aber mir hat es wieder riesig Spaß gemacht…und wer weiß bei welcher Gelegenheit ich das nächste Mal als Begleitung/Betreuer dabei bin…
Andrea Neitzert (Frau und Schlussfahrzeug von Rotkäppchen)
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